SWISS erzielt im ersten Halbjahr operatives Ergebnis von 189 Millionen Schweizer Franken
SWISS hat das erste Halbjahr 2026 mit einem operativen Ergebnis von 189,3 Millionen Schweizer Franken abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 3,0 Prozent. Die operativen Erträge stiegen um 3,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Schweizer Franken. Belastet wurde das Ergebnis insbesondere durch deutlich höhere Treibstoffkosten seit dem Ausbruch des Irankriegs. Die Nachfrage blieb stark, insbesondere in den Premiumklassen. Gleichzeitig setzte SWISS gezielte Effizienz- und Einsparmassnahmen um und konnte so den Ergebnisrückgang begrenzen.
Swiss International Air Lines (SWISS) hat im ersten Halbjahr 2026 ein operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) von 189,3 Millionen Schweizer Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 3,0 Prozent (1. Halbjahr 2025: 195,1 Millionen Schweizer Franken). Die operativen Erträge beliefen sich auf insgesamt 2,77 Milliarden Schweizer Franken und lagen damit 3,2 Prozent über dem Vorjahreswert (1. Halbjahr 2025: 2,69 Milliarden Schweizer Franken).
Anspruchsvolles Umfeld mit starkem Kostendruck
Dennis Weber, CFO von SWISS, ordnet die Zahlen ein: «Wir haben die ausserordentlichen Herausforderungen, mit denen wir in den vergangenen Monaten konfrontiert waren, gut gemeistert. Die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten haben unser Ergebnis trotz der bestehenden Absicherungen spürbar belastet. In den Monaten April bis Juni belief sich der Anstieg der Treibstoffkosten auf rund 50 Prozent. Treibstoff ist unsere grösste einzelne Kostenposition. Entscheidend ist aber: Die Spar- und Effizienzmassnahmen, die wir frühzeitig eingeleitet haben, zeigen bereits Wirkung und helfen uns, die hohen Kerosinpreise zumindest teilweise zu kompensieren. Ohne sie wäre der Ergebnisrückgang stärker ausgefallen.»
Weber ergänzt: «Die Entwicklung der Treibstoffpreise können wir nicht beeinflussen. Umso wichtiger ist es, dass wir überall dort konsequent auf unsere Kosten achten, wo wir nicht allein Marktentwicklungen ausgesetzt sind.»
Zusätzlich belasteten weiterhin hohe Wartungskosten das Ergebnis. Dazu trugen zum Beispiel die bekannten Triebwerksprobleme bei Teilen der Kurzstreckenflotte bei.
Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis hingegen durch eine anhaltend starke Nachfrage und höhere Durchschnittserlöse.
Weber erklärt: «Im ersten Halbjahr konnten wir uns über eine erfreuliche Entwicklung bei den Durchschnittserlösen und der Auslastung freuen. Besonders unsere Premiumangebote auf der Langstrecke waren weiterhin stark gefragt und haben unser Ergebnis gestützt. Die starke Nachfrage und eine strikte Kostendisziplin waren jedoch nicht genug, um die Auswirkungen der hohen Treibstoffpreise zu kompensieren.»
Insbesondere zu Beginn des zweiten Quartals spielte SWISS auf einzelnen Märkten auch eine besondere Marktsituation in die Karten. Da einzelne Golf-Carrier ihr Angebot vorübergehend reduziert hatten, entschieden sich mehr Reisende für alternative Verbindungen. Dies führte zeitweise zu einer zusätzlichen Nachfrage bei SWISS, vor allem auf den Strecken nach Asien. Mit der Rückkehr der entsprechenden Kapazitäten nahm dieser Rückenwind im Verlauf des Quartals jedoch wieder ab.
Leichtes Passagierwachstum bei höherer Auslastung
Im ersten Halbjahr 2026 beförderte SWISS insgesamt rund 8,5 Millionen Passagiere und damit 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der durchgeführten Flüge sank um 4,1 Prozent auf über 67 400. Die angebotenen Sitzkilometer (ASK) gingen um 0,8 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die verkauften Sitzkilometer (RPK) um 1,9 Prozent. Der Sitzladefaktor (SLF) verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte.
Weber sagt: «Die Reiselust unserer Kundinnen und Kunden ist ungebrochen. Obwohl wir unser Angebot leicht verringert haben, konnten wir mehr Sitze verkaufen und unsere Flugzeuge noch besser auslasten. Das zeigt, dass viele Menschen SWISS bewusst als ihre Airline wählen und uns ihr Vertrauen schenken.»
Im ersten Halbjahr 2026 konnte SWISS ihre operative Leistung trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen auf Vorjahresniveau halten. Hohe geopolitische Unsicherheiten sowie eine Häufung von Extremwettersituationen beeinflussten den Flugbetrieb und wirkten sich auf die operative Performance aus. Die Pünktlichkeit lag mit 72,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres, während die Stabilität des Flugbetriebs mit 96,7 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert von 97,3 Prozent lag.
Kosten gesenkt und Ressourcenengpässe reduziert
SWISS sieht erste Erfolge der bereits vor Monaten eingeleiteten Kostensparmassnahmen. Die Entwicklung der beeinflussbaren Kosten bestätigt den eingeschlagenen Kurs und lässt erwarten, dass sich dieser Trend im weiteren Jahresverlauf fortsetzt. «Die ersten Fortschritte sind sichtbar, bis zu einer nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität liegt jedoch noch eine Wegstrecke vor uns», erklärt Weber.
Auch bei der Bereederungssituation zeigen sich Fortschritte. Während man zu Jahresbeginn noch mit einem Rückgang der angebotenen Kapazität gerechnet hatte, geht SWISS inzwischen davon aus, das Angebot im Gesamtjahr gegenüber 2025 stabil halten zu können. Möglich wird dies unter anderem durch den gezielten Einsatz von Wetlease-Partnern sowie zusätzliche Massnahmen im Pilotentraining.
Kostendisziplin und Premiumanspruch bleiben gleichermassen zentral
Jens Fehlinger, CEO von SWISS, sagt: «Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass SWISS auch in schwierigen Zeiten zuverlässig unterwegs ist. Gerade wenn die Welt unsicherer wird, ist es wichtig, dass Menschen und Unternehmen sich auf gute Flugverbindungen verlassen können. Wir sorgen dafür, dass die Schweiz zuverlässig mit Europa und der Welt verbunden bleibt. Diese Verantwortung nehmen wir jeden Tag wahr.»
Mit Blick auf das Gesamtjahr geht SWISS davon aus, dass die eingeleiteten Massnahmen ihre Wirkung weiter entfalten werden. Gleichzeitig bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Die Entwicklung der Treibstoffkosten, geopolitische Unsicherheiten und ein kurzfristiges Buchungsverhalten sorgen weiterhin für hohe Volatilität. 2026 betrachtet SWISS bewusst als Übergangsjahr. Ziel bleibt es, die strukturellen Voraussetzungen für erneutes Wachstum und eine nachhaltige Verbesserung der Profitabilität ab 2027 zu schaffen.
Fehlinger betont abschliessend: «Entscheidend ist, dass wir unsere Verbesserungen konsequent weiterführen und gleichzeitig das bieten, was unsere Gäste von SWISS erwarten. Wir müssen effizienter arbeiten, unsere Kostenstrukturen nachhaltig verbessern und unsere Mittel gezielt dort einsetzen, wo sie den grössten Nutzen schaffen. Gleichzeitig investieren wir weiter in unsere Produkte, unseren Service und ein verlässliches Reiseerlebnis. Die positiven Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden zeigen, dass dieser Weg richtig ist. Diesen Kurs setzen wir konsequent fort. So schaffen wir die Grundlage, um ab 2027 wieder nachhaltig und profitabel wachsen zu können.»
Die wichtigsten Zahlen des 1. Halbjahres 2026 im Überblick
| 1. HJ 2026 | 1. HJ 2025 | Veränderung zu 2025 | |
|---|---|---|---|
| Operative Erträge (in Mrd. CHF) | 2,77 | 2,69 | +3,2 % |
| Adjusted EBIT (in Mio. CHF) | 189,3 | 195,1 | -3,0 % |
| Passagiere in Mio. | rund 8,5 | rund 8,5 | +0,6 % |
| Anzahl Flüge | über 67 400 | über 70 000 | -4,1 % |
| Angebotene Sitzkilometer (ASK) | – | – | -0,8 % |
| Verkaufte Sitzkilometer (RPK) | – | – | +1,9 % |
| Sitzladefaktor (SLF) | – | – | +2,2 Pp. |
Die wichtigsten Zahlen des zweiten Quartals 2026 im Überblick
| Q2 2026 | Q2 2025 | Veränderung zu 2025 | |
|---|---|---|---|
| Operative Erträge in Mrd. CHF | 1,55 | 1,47 | +5,6 % |
| Adjusted EBIT in Mio. CHF | 159,3 | 191,7 | -16,9 % |
| Passagiere in Mio. | rund 4,9 | rund 4,8 | +1,4 % |
| Anzahl Flüge | über 37 800 | über 38 400 | -1,7 % |
| Angebotene Sitzkilometer (ASK) | – | – | +1,5 % |
| Verkaufte Sitzkilometer (RPK) | – | – | +2,8 % |
| Sitzladefaktor (SLF) | – | – | +1,0 Pp. |